Shared Workspaces – Was wir voneinander lernen können

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Author: S. Amaya

Veröffentlicht am 13.12.2021

Viele haben es schon mal gehört, aber was genau bedeutet es, in einem Coworking Space zu arbeiten? Was ist der Unterschied zu einem klassischen Büro und wie kann man von anderen Talenten profitieren? Das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Inhalt

  1. New Beginnings
  2. Let's share our workspace
  3. Coworking Story & Coffee

1. New Beginnings

Einige Wochen nachdem Philipp Alpha Neun übernommen hatte, kam die Info, dass wir unsere großzügigen Büroräume in Bonn verlassen würden. Im Gegenzug dazu sollte das Team umziehen. Und zwar in einen Coworking Workspace im Herzen von Köln-Ehrenfeld. Die Gründe dafür waren vielschichtig. Zum einen war das 240qm große, Loft-Büro mittlerweile viel zu großzügig für das nunmehr kompakte Team. Zum anderen hatte die pandemische Lage den Grundgedanken des festen Arbeitsplatzes gänzlich verändert. Arbeitsmodelle wurde flexibler, die Mitarbeiter waren nicht mehr jeden Tag vor Ort im Office und arbeiteten „remote“ von Zuhause oder unterwegs aus. Für uns bedeutete das zu viel verschenkter Platz, den wir nicht nutzen und zu viele Ressourcen, auf die wir nicht zurückgreifen brauchten. In einer Gesellschaft, die sich zu einer nachhaltigen Lebens- und Arbeitsweise entwickelt, war das also keine gute Option mehr für uns.

Zu guter Letzt war es Philipp wichtig, das pulsierende Leben, die Vibes und die Inspiration, die in einer Großstadt schwebt, einzufangen. Denn schließlich wirkt sich das auch auf die Kreativität und Produktivität der Mitarbeiter aus. Und leider bietet Bonn (sorry to say!) dies nicht im selben Maße wie Köln.

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2. Let's share our workspace

Ein Coworking Space schien die Lösung zu sein! Doch was bedeutet das genau? Was ist der Unterschied zu einem herkömmlichen Büro?
Wie der Name schon sagt (Coworking), teilt man sich das Büro mit anderen Menschen. Es gibt die Möglichkeit reine Arbeitsplätze (Tisch, Stuhl, Monitor) temporär anzumieten. Gerade für kleinere Startups und Unternehmen kann dies von Vorteil sein. Man teilt sich somit die Räumlichkeiten und kann dadurch Kontakte knüpfen. Schnell profitiert man vom Wissen und den Skills seiner Büronachbarn. Ungeahnte Projekte und Beziehungen, ja sogar Freundschaften können entstehen.

In unserem Fall war es möglich, gleich mehrere Büroräume anzumieten und diese zu möblieren. Zu diesen Räumen haben ausschließlich Mitglieder unseres Teams einen Zugang. Die restlichen Bereiche wie Lunchbereich und Coffeecorner (inkl. Barista. Oh yes!), teilen wir uns mit anderen Mietern.
Eine gute Mischung, wie ich finde. Denn hier haben wir die Möglichkeit, uns in unsere Räume zurückzuziehen, oder bei Bedarf auch mal einen Plausch zu halten und zu networken. Nice!

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3. Coworking Stories & Coffee

Gleich bei meinem zweiten Besuch im Coffeecorner schnappte ich eine Unterhaltung auf, die mir gleich eine neue Perspektive zum Thema Homeoffice gab.
Eine Workspace Kollegin erzählte, dass ihr Nachbar aufgrund des Dauer-Homeoffices während der Pandemie, in ein kreatives Loch fiel. Er konnte sich in seiner Wohnung nicht mehr konzentrieren. Cafés und andere Plätze zum Arbeiten waren für ihn keine Option. Und
so bot sie ihm an, in ihrem Arbeitszimmer Home Office zu machen, während sie ihren Tag im Coworking Space verbrachte. Für den Nachbarn war das die Rettung, denn der Tapetenwechsel holte ihn aus seiner Tiefphase.
Das wäre doch mal eine Idee für die zukünftigen Down-Phasen im Homeoffice. Mal eben kurz das Büro mit dem Nachbarn oder Kumpel tauschen und neue Impulse bekommen. Oder auch mal gemeinsam arbeiten. Coworking eben! Vielleicht lässt sich daraus auch ein Service im Rahmen einer App entwickeln? Who knows?

Das Büro mit dem Nachbarn oder Kumpel tauschen und neue Impulse bekommen

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Bisher habe ich also nur gute Erfahrungen mit unseren neuen Räumlichkeiten im Coworking Space machen können. Ich bin sehr gespannt, was noch alles kommt!